Bezeichnet den unfreiwilligen Harnverlust und wird häufig auch als Blasenschwäche bezeichnet.
Liegt vor, wenn unwillkürlicher Harnabgang zum sozialen oder hygienischen Problem wird (Definition der ICS – internationale Kontinenzgesellschaft)
Es gibt verschiedene Formen der Harninkontinenz:
Belastungsinkontinenz: Harnverlust (oft nur ein paar Tröpfchen) bei körperlicher Aktivität wie Husten, Niesen, Lachen, Laufen oder heben von schwereren Gegenständen. Früher wurde diese Form auch als Stressinkontinenz bzw. USI – Urinary Stressincontince bezeichnet
Dranginkontinenz: auch als Überaktive Blase (OAB – over active bladder) oder Urge Urinary Incontinence (UII) bezeichnet. Es kommt zu einem häufigen Harndrang mit oder ohne Harnverlust. Die Drangblase äußert sich in sehr häufigen Gängen zur Toilette
Gemischte Harninkontinenz: ist die häufigste Form der Inkontinenz und beschreibt das gleichzeitige Auftreten einer Belastungs- und Dranginkontinenz.
Weitere Formen sind die Überlaufinkontinenz oder Harnverlust durch angeborene Fehlbildungen sowie nach Operationen, Bestrahlungen oder durch Medikamente hervorgerufene Inkontinenz. Auch Erkrankungen oder Verletzungen des Nervensystems können eine Inkontinenz auslösen.